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27.01.2021

Neue Bilderschau aus der Kunsttherapie

Eine neue Kunstausstellung im Diakonie Hospiz Wannsee zeigt Bilder, Zeichnungen, Malereien und Mischtechniken, die während der Kunstherapie entstanden sind.

Kunsttherapeutin Roxane Pieper

Lebensbaum

Brandung

Gesicht

Wege

Seit Anfang des Jahres ist im Diakonie Hospiz Wannsee eine neue Kunstausstellung zu sehen. Die Ausstellung, die von der Kunsttherapeutin Roxane Pieper zusammengestellt wurde, zeigt eine beispielhafte Auswahl aus einer Fülle von beeindruckenden Bildern, Zeichnungen, Malereien, sowie Mischtechniken die mitunter rein „Zufälliges“ im Entstehungsprozess hervorbringen als eine Art Quell für Inspiration und Imagination.

Es sind Bilder, die innerhalb der Gruppe oder in Einzelsitzungen während der Kunsttherapie im Diakonie Hospiz Wannsee entstanden und nun in einer Gesamtschau von 44 Exponaten, mit dieser Ausstellung gewürdigt, in beiden Fluren des Hospizes zu besichtigen sind.

Ihren Urhebern, den Gästen und Angehörigen, die das Angebot der Kunsttherapie für sich aufgreifen und umsetzen konnten, gilt vor allem Anerkennung und Dank für ihr Vertrauen, ihre Offenheit und ihr Interesse, sich mit künstlerischen Mitteln innerem Befinden zuzuwenden, in dieser Lebensphase.

Kunsttherapeutisches Mitschwingen erkennt schöpferische Fähigkeit an als jedem von uns „Gegebenes“, von dem aus sich erlebte Wirklichkeit bildlich darstellen, gestalterisch hervorheben und wandeln lässt.

In handschriftlichem Rhythmus malt ein Gast Linien auf eine Glasplatte, über die gesamte Fläche, mit Pinsel und Temperafarbe. Den Papierabdruck übermalt er mit Pastellkreiden, in wässrig anmutenden Farbtönen. Er zeichnet weitere feine Linien ins Bild, sieht darin, wie er sagt, „aufschäumende Wellen“, um am Ende des Entstehungsprozesses einen Titel für sein Werk zu finden. Er nennt es: „Brandung“.

Ein anderer Gast greift das Thema Wege für sich auf. Mit Wasserfarben malt er ineinanderfließende Gebilde, zeichnet mit Farbstiften Spuren in seine: „Weggabelungen“ und nennt sie schließlich: „Wege und Irrwege“. Bildinhalte spiegeln selbstgewählte Motive der Teilnehmenden. Persönliches. Erinnerungen. Eindrücke.  Wobei thematische Anreize, Auszüge aus Lyrik und Prosa, Bildender Kunst und Fotografie gern aufgenommen wurden.

Zu freiem Zeichnen kann eine Wahrnehmung anregen, etwas in etwas hineinzusehen. Wie zum Beispiel: Gesichter und Gestalten in den Wolken. Der Gast schreibt, bevor er sich an eine freie Zeichnung zum Thema begibt, das hier zitierte Gedicht. – Seien Sie herzlich eingeladen, dieses Gedicht einem Bild dieser Ausstellung zuordnen zu können und lassen Sie sich überraschen …

„Du schaust mich an,
bist nur gering vorhanden.
Aber ich sehe Dich.
Deine Augen, etwas sonnenverblendet.Du veränderst dich in dein Gesicht:
Blind bin ich, doch kennbar.

Was magst Du selbst sehen?“

Weitere Informationen zum Diakonie Hospiz Wannsee

 
 
 
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