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06.11.2010

Ein öffentliches Bewusstsein schaffen

Öffentlichkeitsarbeit und Fundraising sind im Diakonie-Hospiz Wannsee dringlicher denn je geworden.
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Tod und Sterben sind Tabuthemen in unserer Gesellschaft. Es gibt viele Ängste, viel Unwissenheit, wenig Gespräch, wenig Öffentlichkeit. So wird das Sterben einfach verdrängt, bis es durch eigene Betroffenheit plötzlich ganz nahe ist: Freunde oder Verwandte sind unheilbar krank oder liegen im Sterben, ein Unfall geschieht, das eigene Leben wird auf einmal absehbar und endlich.

Mir ging es nicht anders. Als Frau aus der Werbebranche habe ich mich viele Jahre mit der bunten Welt von Konsum und Kommerz beschäftigt, bis ich den Sinn meines Tuns infrage stellte. Kurz darauf wurde ich Mutter und erlebte mit meinem Sohn die hauchdünne Grenze zwischen Leben und Tod. Ich begab mich auf die Sinnsuche, wurde Yogalehrerin und bekam die ersten Antworten. Ich begleitete einen Freund während seiner Ausbildung zum ehrenamtlichen Hospizmitarbeiter, beschäftigte mich mit der eigenen Vergänglichkeit, las viel zum Thema und begann schließlich selbst eine Ausbildung zur "Spirituellen Sterbebegleitung".

Für mich wurde immer klarer: Meine Aufgabe in diesem Leben ist es, über Tod und Sterben zu sprechen. Zu einem meiner Wegbegleiter wurde Dr. Gerhard Borné (Pfarrer i. R. der Ernst-Moritz-Arndt-Gemeinde in Zehlendorf), der schließlich auch den Kontakt zum Diakonie-Hospiz Wannsee vermittelte. Im Herbst 2009 absolvierte ich hier ein Praktikum. Es war ein Geben und Nehmen: Ich gab meine Kompetenz für Öffentlichkeitsarbeit und bekam dafür Einblick in die Praxis der Hospizarbeit. Unsere Zusammenarbeit trug schnell erste Früchte. Noch vor Jahresende beschlossen Frau Behm und ich - mit Zustimmung der Geschäftsführung unsere Zusammenarbeit fortzusetzen.

Seit Februar 2010 bin ich mit einem kleinen Stundenvolumen offiziell zuständig für Öffentlichkeitsarbeit und Fundraising im Diakonie-Hospiz Wannsee. Das Einwerben von Spendengeldern ist angesichts der gestiegenen Kosten dringlicher denn je, braucht aber Zeit, Kontinuität und Ausdauer. Deshalb wünschen wir uns bald einen finanziellen "warmen Regen", der uns die Möglichkeit eröffnet, meine Honorarstelle weiter auszubauen.

Dr. Ulrike Döring

Öffentlichkeitsarbeit/ Fundraising

Aus dem Freundesbrief November 2010 des Fördervereins Diakonie-Hospiz Wannsee e.V.

Den vollständigen Freundesbrief November 2010 können Sie hier herunterladen.

 
 
 
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