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11.10.2021

Diakonie Hospiz Wannsee: Trauerbegleitung bei Gedenken für verunglückte Motorradfahrer

Rund um den Motorradkorso und den Gedenkgottesdienst standen Mitarbeitende des Hospizes für Gespräche zur Verfügung. Eine Ehrenamtliche fuhr selbst als Bikerin mit.

Ute Engels ist ehrenamtliche Sterbebegleiterin und passionierte Motorradfahrerin. Gemeinsam mit ihrem Mann Jürgen nahm sie am Korso teil.

Zwei Koordinatorinnen des Ambulanten Hospizes, Katharina Colling (links) und Sophie Wonneberg, stehen am Infotisch bereit, während die Bikerinnen und Biker nach und nach am Startpunkt in Mariendorf eintreffen.

Am 10. Oktober gedachten Motorradfahrer der in diesem Jahr im Straßenverkehr verunglückten Biker. Mit einem Korso von Mariendorf über Kreuzberg und Prenzlauer Berg bis nach Steglitz mahnten sie zu mehr gegenseitiger Rücksichtnahme im Verkehr. Beim anschließenden Gottesdienst in der Matthäus-Gemeinde trauerten die Bikerinnen und Biker um die Verstorbenen. Um Trauerbegleitung anzubieten, war diesmal auch das Diakonie Hospiz Wannsee vor Ort.

Seit 25 Jahren begleitetet es Menschen im Sterben und Hinterbliebene in ihrer Trauer. Weil die Gedenkveranstaltung für viele der Motorradfahrenden ein sehr aufwühlendes Erlebnis ist, stand ein speziell in Trauerbegleitung ausgebildetes Team des Hospizes den Bikern nach dem Gottesdienst für trostspendende Gespräche bereit. Bereits am Startpunkt in Mariendorf war das Hospiz mit einem Infostand vertreten, um Gespräche über Tod, Trauer und die Arbeit des Hospizes anzubieten.

Rund um den Welthospiztag am 9. Oktober und den Deutschen Hospiztag am 14. Oktober war die Teilnahme an der Veranstaltung von Christ und Motorrad eine Gelegenheit, das oft noch tabuisierte Thema Sterben in die Mitte der Gesellschaft zu rücken und Trauerangebote zu machen. Der Deutsche Hospiz- und PalliativVerband legte deshalb unter anderem auf dem Platz vor der Kirche am Boden große Plakate mit Zitaten Verstorbener über Tod und Abschied aus.

Das Hospiz mache sich auf zu den Menschen, um Hilfe in der Trauer anzubieten. In der Großstadt, in der immer mehr Menschen vereinsamten, sei es besonders wichtig, Trauerangebote zu machen, sagte eine Mitarbeiterin. Das Diakonie Hospiz Wannsee baut zurzeit deshalb seine Trauerarbeit weiter aus. Erst kürzlich haben 20 Ehrenamtliche eine Ausbildung als Trauerbegleiterinnen und -begleiter abgeschlossen.

Drei Hospizmitarbeitende tauschten sich am Sonntag mit Motorrandfahrenden in Gesprächen am Stand aus. Das Hospiz und die Organisation Christ und Motorrad sind auf besondere Weise miteinander verbunden. Im vergangenen Jahr starb Motorradpfarrer Bernd Schade im Diakonie Hospiz Wannsee. Außerdem war die ehrenamtliche Sterbebegleiterin Ute Engels selbst als Bikerin bei dem Gedenkkorso dabei.

Hospize wie das Diakonie Hospiz Wannsee können nur 95 Prozent ihrer entstehenden Ausgaben über die Kostenträger gegenfinanzieren. Fünf Prozent ihrer Mittel, darunter auch die gesamte Trauerarbeit, müssen sie über Spenden generieren.

Mehr Informationen über das Diakonie Hospiz Wannsee finden Sie unter https://diakonie-hospiz-wannsee.de/

 
 
 
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