„Wir sind froh, nun alle Gäste wieder wohlbehalten im Hospiz zu haben. Ganz herzlichen Dank an alle Mitarbeitenden, die Ehrenamtlichen und die Fahrer des Krankentransportdienstes für ihren Einsatz und ihre ruhige und freundliche Art, mit der sie eine aufregende Situation entspannt haben“, sagt Pflegedienstleiterin Katja Krusche.
Die beiden Fahrer waren extra aus dem Bürodienst in ihren früheren Job als Fahrer hinters Autosteuer gewechselt, um den Rücktransport in die vorübergehend vom Hospiz genutzten Räume zu ermöglichen. Das Stammhaus des Diakonie Hospiz Wannsee an der Königstraße 62B wird zurzeit grundsaniert und umgebaut. Bis zur Fertigstellung im 2. Quartal 2026 ist das Hospiz in einer eigenen Etage im DOMICIL Seniorenheim untergebracht.
Individuelle Begleitung der Gäste
„Der Anschlag auf das Stromnetz hat die Schwächsten mit voller Härte getroffen. Menschen, die im Hospiz in Ruhe umsorgt ihren letzten Lebensabschnitt verbringen und in Frieden sterben wollen. Stattdessen mussten sie innerhalb weniger Tage zwei belastende Transporte bewältigen, sagt Geschäftsführer Walther Seiler. „Noch ist völlig unklar, wer die Kosten für die Transporte trägt. Vermutlich müssen wir dafür Spendengelder einsetzen.“
Doch die Teams des Hospizes und des Krankenhauses haben in unermüdlichem Einsatz die Umstände so gut wie möglich für die Gäste gestaltet. Dank der Gastfreundschaft konnten die 13 Menschen gut, sicher und nach ihren individuellen Bedürfnissen begleitet werden. Sogar die Kunsttherapie, die Musiktherapie und natürlich die Seelsorge konnten sie weiter wahrnehmen.
„Unsere Mitarbeitenden haben Enormes geleistet, damit unsere Gäste in sicherer Umgebung die Pflege und Begleitung erhalten konnten, die sie brauchen. Dafür gilt allen mein großer Dank. Ich bin sehr stolz auf unser Team! Wir bedanken uns außerdem von ganzem Herzen bei Krankenhaus-Pflegedirektorin Martina Kringe und ihrem Team sowie bei Geschäftsführer Roy J. Noack, dass sie dafür gesorgt haben, dass wir so kurzfristig gut aufgehoben sein konnten“, sagt Katja Krusche.
Zusammenhalt
Das Diakonie Hospiz Wannsee und das Immanuel Krankenhaus Berlin gehören beide zur Immanuel Albertinen Diakonie. Die Hilfe und Unterstützung in der Not hat den hervorragenden Zusammenhalt einmal mehr sichtbar gemacht und gestärkt. Zwar war auch das Krankenhaus vom Stromausfall betroffen, aber dank seines Notstromaggregats und der anschließenden Versorgung über eine Strombrücke von Stromnetz Berlin jederzeit mit Strom versorgt. Da über die Feiertage und Ferienzeit die Zahl der Patientinnen und Patienten reduziert war, konnte Geschäftsführer Roy J. Noack dem Hospiz für einige Tage einen eigenen Bereich zur Verfügung stellen.
Titelbild: Mandy Schneider aus der Hospizverwaltung begleitet eine Gästin zu Fuß zurück in die vertraute Umgebung.
Basisinformationen
Diakonie Hospiz Wannsee
Das Diakonie Hospiz Wannsee steht jedem offen, der sich Hilfe und Begleitung im Umgang mit Sterben, Tod und Trauer wünscht – unabhängig von einer konfessionellen Bindung. Im stationären Bereich stehen 14 Plätze zur Verfügung, im ambulanten Bereich betreuen die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter mit rund 130 Ehrenamtlichen schwerkranke und sterbende Menschen, ihre Angehörigen und Freunde.
Gegründet wurde das Diakonie Hospiz Wannsee am 1. Oktober 1996 in Berlin-Zehlendorf zunächst als ambulantes Hospiz. Im Januar 2003 konnte in Ergänzung das stationäre Hospiz in der Königstraße am Kleinen Wannsee eröffnet werden. Seit 2012 bietet das Diakonie Hospiz Wannsee einen ambulanten Hospiz- und Palliativberatungsdienst für die Patientinnen und Patienten sowie deren Angehörige am Helios Klinikum Emil von Behring sowie seit 2021 am Krankenhaus Waldfriede an.
Gesellschafter der gemeinnützigen Diakonie-Hospiz Wannsee GmbH sind der Evangelische Diakonieverein Berlin-Zehlendorf e.V. und die Immanuel Albertinen Diakonie gGmbH.
Weitere Informationen:
https://diakonie-hospiz-wannsee.de/
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ttps://www.instagram.com/hospizwannsee/
Immanuel Albertinen Diakonie
Die Immanuel Albertinen Diakonie steht für gebündelte Kompetenz für Menschen in herausfordernden Lebenssituationen.
Dazu dienen Einrichtungen der stationären Krankenhausversorgung, der Altenhilfe, Hospize sowie Medizinische Versorgungszentren. Hinzu kommen die Betreuung von Menschen mit Behinderungen, Angebote unter anderem in der Suchtkrankenhilfe, der Kinder- und Jugendhilfe und der psychosozialen Beratung. Eine hoch spezialisierte Akademie für Aus-, Fort- und Weiterbildung, die Trägerschaft für eine themenverbundene Hochschulausbildung sowie Dienstleistungsgesellschaften runden das Angebot ab.
Rund 8.000 Mitarbeitende in den Bundesländern Berlin, Brandenburg, Hamburg, Hessen, Mecklenburg-Vorpommern, Schleswig-Holstein und Thüringen erwirtschaften in fast 100 Einrichtungen einen Konzernumsatz von rund 800 Millionen Euro.
Weitere Informationen:
https://immanuelalbertinen.de
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https://www.facebook.com/immanuelalbertinen
https://www.youtube.com/immanuelalbertinendiakonie