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Sichere Rückkehr für die Gäste in das Diakonie Hospiz Wannsee
Nach dem Ende des Stromausfalls und vier Tagen im Immanuel Krankenhaus Berlin brachte ein pendelnder Krankentransporter die Gäste zurück an den aktuellen Standort, wo sie mit Blumen, Karten und Kuchen empfangen wurden
Vier Tage nach ihrer Evakuierung aufgrund des Stromausfalls im Berliner Südwesten konnten 13 Gäste ins Diakonie Hospiz Wannsee zurückkehren. Den ganzen Nachmittag und Abend des 7. Januar pendelte ein Krankentransporter zwischen dem Immanuel Krankenhaus Berlin am Standort Wannsee, wo die schwerstkranken Menschen ab 3. Januar unterkommen konnten, und dem aktuellen Hospizstandort in der Fürstenstraße in Zehlendorf.
Im Hospiz erwarteten Blumen, Willkommenskarten und duftender, von Ehrenamtlichen und einer Mitarbeiterin gebackener Kuchen die Rückkehrenden.

© Immanuel Albertinen Diakonie gGmbH, Foto: Jenny Jörgensen
„Wir sind froh, nun alle Gäste wieder wohlbehalten im Hospiz zu haben. Ganz herzlichen Dank an alle Mitarbeitenden, die Ehrenamtlichen und die Fahrer des Krankentransportdienstes für ihren Einsatz und ihre ruhige und freundliche Art, mit der sie eine aufregende Situation entspannt haben“, sagt Pflegedienstleiterin Katja Krusche.
Die beiden Fahrer waren extra aus dem Bürodienst in ihren früheren Job als Fahrer hinters Autosteuer gewechselt, um den Rücktransport in die vorübergehend vom Hospiz genutzten Räume zu ermöglichen. Das Stammhaus des Diakonie Hospiz Wannsee an der Königstraße 62B wird zurzeit grundsaniert und umgebaut. Bis zur Fertigstellung im 2. Quartal 2026 ist das Hospiz in einer eigenen Etage im DOMICIL Seniorenheim untergebracht.
Individuelle Begleitung der Gäste
„Der Anschlag auf das Stromnetz hat die Schwächsten mit voller Härte getroffen. Menschen, die im Hospiz in Ruhe umsorgt ihren letzten Lebensabschnitt verbringen und in Frieden sterben wollen. Stattdessen mussten sie innerhalb weniger Tage zwei belastende Transporte bewältigen, sagt Geschäftsführer Walther Seiler. „Noch ist völlig unklar, wer die Kosten für die Transporte trägt. Vermutlich müssen wir dafür Spendengelder einsetzen.“
Doch die Teams des Hospizes und des Krankenhauses haben in unermüdlichem Einsatz die Umstände so gut wie möglich für die Gäste gestaltet. Dank der Gastfreundschaft konnten die 13 Menschen gut, sicher und nach ihren individuellen Bedürfnissen begleitet werden. Sogar die Kunsttherapie, die Musiktherapie und natürlich die Seelsorge konnten sie weiter wahrnehmen.
„Unsere Mitarbeitenden haben Enormes geleistet, damit unsere Gäste in sicherer Umgebung die Pflege und Begleitung erhalten konnten, die sie brauchen. Dafür gilt allen mein großer Dank. Ich bin sehr stolz auf unser Team! Wir bedanken uns außerdem von ganzem Herzen bei Krankenhaus-Pflegedirektorin Martina Kringe und ihrem Team sowie bei Geschäftsführer Roy J. Noack, dass sie dafür gesorgt haben, dass wir so kurzfristig gut aufgehoben sein konnten“, sagt Katja Krusche.
Zusammenhalt
Das Diakonie Hospiz Wannsee und das Immanuel Krankenhaus Berlin gehören beide zur Immanuel Albertinen Diakonie. Die Hilfe und Unterstützung in der Not hat den hervorragenden Zusammenhalt einmal mehr sichtbar gemacht und gestärkt. Zwar war auch das Krankenhaus vom Stromausfall betroffen, aber dank seines Notstromaggregats und der anschließenden Versorgung über eine Strombrücke von Stromnetz Berlin jederzeit mit Strom versorgt. Da über die Feiertage und Ferienzeit die Zahl der Patientinnen und Patienten reduziert war, konnte Geschäftsführer Roy J. Noack dem Hospiz für einige Tage einen eigenen Bereich zur Verfügung stellen.
Titelbild: Mandy Schneider aus der Hospizverwaltung begleitet eine Gästin zu Fuß zurück in die vertraute Umgebung.



